Willkommen beim Münchner Lehrer- und Lehrerinnenverband MLLV

150 JAHRE FÜR MÜNCHEN - 150 JAHRE MLLV

WER WIR SIND?

Der Münchner Lehrer- und Lehrerinnenverband (MLLV) ist der älteste und größte Interessenverband von Pädagoginnen und Pädagogen in der Landeshauptstadt München. Er ist einer von neun Bezirksverbänden des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV). Der MLLV ist parteipolitisch unabhängig und überkonfessionell. Er bekennt sich entschieden und aktiv zur demokratischen und rechtsstaatlichen Ordnung. 

WIE ARBEITEN WIR?

Vorstand, Fachgruppen-, Referats- und Arbeitskreisleiter arbeiten ehrenamtlich. In der Vertretung der berechtigten Interessen unserer Mitglieder arbeiten wir kollegial, kompetent und konstruktiv nach innen wie nach außen: Schulpolitische Gespräche Gremienarbeit Repräsentation Öffentlichkeitsarbeit Mitgliederbetreuung, -beratung Serviceangebote für Mitglieder 

MIT WEM WIR KOOPERIEREN?

  • Mitglied im Bündnis für Toleranz der Landesverteidigung kultureller Bildung
  • MLLV-Initiative: Bündnis für bessere Bildung
  • Zusammenwirken mit Münchner Forum, Refugio, Caritas, Regsam, Industrie- und Handelskammer (IHK), Arbeitsagentur (ARGE), Gemeinsamen Elternbeirat (GEB) 

150 JAHRE MLLV - EIN EINBLICK IN DIE GEBURTSTAGSFEIER

Ohne uns geht es nicht - 150 Jahrfeier MLLV

150 Jahre Einsatz für Bildungsgerechtigkeit, Berufszufriedenheit und bessere Bildung. Das bedeutet 150 Jahre Münchner Lehrerinnen- und Lehrerverband. Dies feierte der MLLV am 8. November in der Allerheiligen - Hofkirche. Bewusst entschied sich der Verband für die Feier in der Kirche in der königlichen Residenz Münchens, um Bildung den Stellenwert zu geben, den sie verdient und auch um dem Bezirksverband des BLLV, mit der besonderen Situation Münchens und den vielfältigen Herausforderungen, die Würdigung zu geben, die er verdient.

Zu dem Festakt hatte der MLLV 360 Gäste geladen, darunter hochrangige Vertreter aus Politik und Gesellschaft, Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und die Verbindungslehrkräfte an den Münchner Schulen, den Bindegliedern zwischen MLLV und Schule.

Das Streichquartett der Schülerinnen und Schüler des Pestalozzigymnasiums begrüßte die Gäste mit dem ersten Satz von Wolfgang Mozarts Streichquartett C-Dur KV 156.

Nach der Eröffnung des Festaktes durch die stellvertretenden Vorsitzenden des MLLV, Barbara Mang und Dr. Michael Hoderlein-Rein führte Christian Marek durch die Veranstaltung. Der MLLV - Ehrenvorsitzende präsentierte zunächst einen Film, in dem viele bekannte Gesichter aus Bildung und Politik, unter anderem Dr. Hans-Jochen Vogel, dem MLLV digitale Glückwünsche aussprachen.

Die MLLV Delegiertenversammlung 2016

MLLV Delegiertenversammlung legt Fahrplan für die nächsten vier Jahre fest: Alles in Bewegung – Herausforderungen einer veränderten Münchner Schülerlandschaft in Chancen wandeln

Die alle vier Jahre stattfindenden Delegiertenversammlung des MLLV stand ganz unter dem Zeichen der sich veränderten Bildungsrealität. Herausforderungen gesellschaftlicher Umbrüche als Chancen wahrzunehmen und in den bisherigen Bildungs- und Erziehungsauftrag sinnführend zu integrieren, bilden das Grundsatzprogramm des MLLV für die nächsten vier Jahre.

„In der Kunst muss man oft umdenken und neue Perspektiven suchen – nicht nur als Künstler, sondern auch als Betrachter“, so stellte Sebastian Waßmann, Künstler der Skulptur „Drahtkokon“, sein Werk zu Beginn des Festakts im Neuen Rathaus zu München vor. Ähnlich wie sich durch geduldiges Wickeln von Draht allmählich eine Figur herausbildet, so unterstüzen Lehrkräfte ihre Schüler beim Heranwachsen. Das Betonfundament der Figur symbolisiert hierbei die Institution Schule, welche gleichsam der heranreifenden Jugend in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche Halt und Orientierung bieten soll.

„Veränderungen werden im Klassenzimmer gelebt und die Lehrkräfte werden mit diesen Herausforderungen konfrontiert“, so Waltraud Lucic, Vorsitzende des MLLV, in ihrer Eröffnungsrede. Lucic nahm hierbei Bezug auf die gesellschaftlichen Veränderungen, welche sich bereits gegenwärtig auf die Münchener Bildungslandschaft auswirken und ebenfalls in Zukunft gewichtige Herausforderungen darstellen. „Alles in Bewegung“, so die Vorsitzende über das sich ändernde Schulsystem, welche die Integration von Immigranten und Flüchtlingen, die Inklusion von Kindern mit besonderem Förderbedarf, die Einführung von Ganztagesklassen sowie die Herausforderungen der Digitalisierung von Schule und Unterricht mit sich bringen. Der MLLV habe es sich einstimmig zur Aufgabe gemacht, diesen Herausforderungen mit ihrem Leitantrag für die nächsten vier Jahre entgegenzutreten.

„Das letzte Glied in der Kette ist das Kind“

„Es liegt an uns, ob wir unsere Zielsetzungen den Gegebenheiten anpassen und neue Lernfelder betreten“, so warb Lucic um eine diesen Veränderungen gerecht werdende Ausbildung der Lehrkräfte, eine angepasste Ressourcenzuteilung von Seiten der Politik, um greifende Unterstützungssysteme bei der Verwaltung und um ein gesellschaftliches Miteinander gegen Meinungshetze und populistischer Stimmungsmache im digitalen Raum. „Wir wollen handeln. Wir müssen handeln. Damit Herausforderungen zu Chancen werden, muss Ganztagsbildung Ungleichheiten abbauen, muss Integration gelingen, um so zu einer Bereicherung zu werden und damit Teilhabe für jeden eine Selbstverständlichkeit ist, muss Inklusion gelingen“, fasste die Vorsitzende den Leitantrag des MLLV zusammen.

„Sich als Mensch entwickeln können. Sie als Lehrer haben sich dieser Aufgabe angenommen“

Bei seinem Statement zum vorgestellten Leitantrag des MLLV reflektierte der Kultusminister, Dr. Ludwig Spaenle, über die gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen in der Stadt München in den letzten 20 Jahre. Dabei betonte er, dass bereits heute 35 % der gesamten Münchner Schülerschaft einen Migrationshintergrund habe und bei den Grundschulkindern dieses bei jedem zweiten Kind Realität sei. „Aus allen gesellschaftlichen Schichten und Milieus sind Kinder an unseren Schulen daheim und sie als Lehrer tragen hierzu die Verantwortung, diese auf einen vernünftigen Lebensweg zu bringen“, so Spaenle, „vielen Dank daher an die Schulfamilie und großes Lob an die bayrischen Grund- und Mittelschulen für ihre diesbezügliche Arbeit“. Für den Bereich München biete man im großen Umfang pädagogische Konzepte an, welche zu einer erfolgreichen Berufsintegration führe, erläuterte der Kultusminister. So trage die Mittelschule mit ihrem lernzieldifferenten Unterricht dazu bei, dass auch lernschwache Kinder in Praxisklassen oder Kinder mit Migrationshintergrund in Übergangsklassen zum mittleren Schulabschluss geführt werden.